Der trockene Frühling hat dazu beigetragen dass Helga ausgezeichnet gearbeitet hat. Auf dem ersten Bild sieht man gut dass die Unkräuter kleiner sind als die Rüben. Das ermöglicht das blindfahren einige Tage nach der Saat. Anschliessend haben wir nahe an die Rüben gehackt und zuletzt von beiden Seiten in die Reihe. Nun sind wir mit der Hacke unterwegs um den Bestand auf ca. 80000 Pflanzen pro ha zu reduzieren und gleichzeitig das verbleibende Unkraut in der Reihe zu entfernen. Wir rechnen für eine sauberes Rübenfeld mit insgesamt ca. 50 Handarbeitsstunden mit zwei Durchgängen, jetzt und bis Anfangs Juli. Positiv ist, dass wir bisher jedes Jahr mit dichter säen erst Anfangs April einen guten Bestand erreichen. Selbstverständlich haben wir Flöhe und Läuse, aber die Rüben überleben das
Unsere Wiese muss sehr attraktiv sein. Frau Moritz versteckt ihre Kleinen im hohen Gras. Weil wir sie stören beim Blackenstechen zügelt sie sie ab vor dem Mähen. Beim Schwaden machen die Störche Siesta auf der Wiese. Sehen sehr zufrieden aus.
18. April 26: Heute ist unser MF im Einsatz. Um seine Standfestigkeit zu verbessern, walzen wir den Dinkel. Meine Recherche hat ergeben, dass die Arbeit idealerweise mit leichtem Gerät gemacht wird. So starten wir unsere Technik, den MF 135, Jahrgang 64 sowie die Walze, die noch älter sein dürfte. In Kenya sind diese Traktoren das Arbeitsgerät für alle Arbeiten. Links sind unsere Freunde in Eldoret beim Maissäen.
1. April 26. Heute wird unsere Alp eingeweiht. Mit Jagdhornklängen, dem Klang der Glocken unserer Tiere und einem kleinen Apero. Für den Anlass haben wir eine robuste Bank aus rohem Akazienholz gesägt, sowie die Hinweistafel montiert. Ob wir für unseren idyllischen Flecken mit Alpbeiträgen des Bundesrates rechnen können, müssen wir noch vertieft abklären. Aprilscherz hin oder her, unseren Tieren gefällts auf der Alp Buck.
Viele Arbeiten auf unseren Feldern und mit den Tieren können nur in Teamarbeit bewältigt werden. Kartoffelsetzen z.B. geht nur mit 4-5 Personen. Wir sind glücklich, Teil eines engagierten Teams zu sein.
Die Lasertechnologie macht rasche Fortschritte. Erstmals ist sie auch auf unserem Rüeblifeld im Einsatz. Dieser Einsatz öffnet das Zeitfenster für mechanische und thermische Unkrautbekämpfung und reduziert die Handarbeit.
Ende Februar: eine Trockenperiode setzt ein und weckt bei uns Bauern Frühlingsgefühle. So starten wir mit dem Richten der ersten Felder und dem Düngen mit Gülle, Kompost und Biorga. Die erste Kultur sind die Rüebli unter Vlies. Unser Feld am Rhein ist dafür prädestiniert. Zu den Arbeiten des Saisonstartes gehört auch die Unkrautbekämpfung mit dem Striegel.
Wieder ein Jahr älter, eine oder zwei Falten mehr. Wir feiern meinen 60. mit Familie und Freunden im kleinen Rahmen. Ich bin dankbar für die Menschen, mit denen ich seit Jahrzehnten unterwegs sein darf, auch dankbar für meine robuste Gesundheit.
5. März. Die Schleiereule zieht ein. Vor drei Jahren haben wir einen Nistkasten für Schleiereulen montiert im Wissen, dass bei uns diese nachtaktiven Vögel leben. Bisher ohne Erfolg. Erst diesen Winter hat die Eule das Nest mehrfach besucht und inspiziert. Wir haben eine Kamera montiert um zu schauen, was da im Verborgenen abgeht.
10. Februar: Beim Gutnachtrundgang ist Kuh Elefanti noch ruhig, aber bereit zum Kalben. Ich gehe davon aus, dass das Kalb am Morgen auf der Welt sein wird. Dem ist aber nicht so. Ich kontrolliere die Situation und spüre einen doppelten Überwurf. Der Tierarzt diagnostiziert dasselbe und ordnet eine sofortige Einlieferung ins Tierspital an. Das klappt reibungslos. Seit über dreissig Jahren haben wir erstmals ein Kalb, das per Kaiserschnitt zur Welt kam.
4. Januar: Kyra hat einen Marder entdeckt. Ein lautes, intensives Intermezzo startet. Der Streit endet unentschieden, denn der Marder rettet sich unter eine Palette und trickst Kira aus.