Kompostierung

Vor 30 Jahren habe ich  einen gewerblichen Kompostierkurs besucht mit dem Ziel, Grüngut unserer Region zu hochwertigem Kompost zu verarbeiten. Diesen setzen wir mit Erfolg seit vielen Jahren auf unserem landwirtschaftlichen Betrieb ein und verbessern damit die Bodenqualität.·      

 

 

UDM REGREEN GMBH

Zu dritt (Daniel Vetterli, Ueli Küng und Marcel Weber) haben wir vor 8 Jahren UDM-regreen gmbh gegründet, übernehmen das Grüngut der Gemeinden der Region Untersee und Rhein. Wir kompostieren sowohl  auf dem Platz in Eschenz wie auch am Feldrand.  Wir haben uns mit gesiebtem Qualitätskompost als Lieferanten für hochwertige Anwendungen in unserer Region etabliert.

Grundregeln der Kompostierung

Ausgangsmaterial

Grüngut mit einem Stickstoff- Kohlenstoffverhältnis von 1: 20. Rasenschnitt hat ein Verhältnis von 1:5, Holz und Stroh von 1:80. Rasenschnitt neigt zu Fäulnis, läuft zu schnell, Holz lässt sich alleine nicht kompostieren. Wir lenken die Anteile indem wir im Winter den Holzanteil tief halten und aussortiertes Holz direkt den Schnitzelheizungen zuführen. Biogene Stoffe (Rüstabfälle aus Haushalten etc.) sind nur in  kleinen Mengen zulässig weil sie schnell faulen.

Zerkleinern

.Damit eine gute Rotte entsteht, muss das Material geschreddert (nicht gehäckselt) werden damit für die Bakterien die grösstmögliche Oberfläche entsteht. Mit dem Schreddern werden die verschiedenen Fraktionen gleichzeitig gemischt.

Wenden

Während 6-8 Wochen wenden wir die Mieten je nach Witterung und Ausgangsmaterial 18-22 Mal mit der Spezialmaschine. Mit dem Wenden und regelmässigen Bewässern  halten wir die Temparatur im opitmalen Bereich von 60-70 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur arbeiten die Bakterien optimal und das Unkraut wird nachhaltig bekämpft

Decken

Nach der Startphase, während der wir fast täglich wenden, schützen wir die Mieten mit Spezialvlies vor dem Austrocknen und Vernässen.

Sieben und verwerten

Nach 8-10 Wochen ist das Material verrottet und wird für die Bedürfnisse der Landwirtschaft gesiebt. Der wertvolle Kompost ist ein Bodenverbesserer, der neben den Nährstoffen den Humusaufbau und das Bodenleben fördert und deshalb bei Bio- und Gemüsebetrieben, aber auch im Hausgarten sehr beliebt ist. 


Tipps fürs Kompostieren im Hausgarten

  • Fürs Ausgangsmaterial gelten die gleichen Bedingungen wie im Kompostbetrieb. Für eine gute Rotte muss Strauchmaterial geschreddert und das Ganze gut gemischt werden.
  • Blühende Unkräuter geben Sie besser der Grünabfuhr mit, weil die Rotte im Hausgarten nicht ausreicht um Unkrautsamen abzutöten.
  • Bitte wenden Sie den Kompost von Zeit zu Zeit oder verwenden Sie ein System, das den Kompost mit genügend Sauerstoff versorgt.
  • Setzen Sie den Kompost im eignen Garten ein und beobachten Sie die Wirkung. Wir haben auch Jahre gebraucht bis wir das Handwerk, sauerstoffreichen, hochwertigen Kompost herzustellen, wirklich beherrscht haben.